Ein Relativsatz ist ein Nebensatz, der mit einem Relativpronomen beginnt.
Welcher und was sind alternative Relativpronomen, die mitunter hier zur Anwendung kommen.
Kurz gesagt: Die üblichen Relativpronomen im Deutschen sind der, die, das: „Dies ist Anton, der viel lernen muss.“ Welcher, welche, welches sind gleichbedeutende, aber etwas veraltete Varianten, die man vor allem in der Literatur findet: „Anton wäscht das rote Auto, welches er gestern gekauft hat.“ Was als Relativpronomen nach einem Nomen („das Kleid, was im Schrank stand“) kommt in Dialekten und in gedruckten Texten vor, gilt aber nicht als Standard – in einer Deutschprüfung sollte man welcher und was vermeiden und der, die, das verwenden.
Die typischen Relativpronomen der, die, das
Die typischen Relativpronomen, die normalerweise einen Relativsatz (Nebensatz) einleiten sind formgleich mit dem bestimmten Artikel der, die, das
Zum Beispiel:
Dies ist Anton, der viel lernen muss.
Die Lehrerin erklärt die Grammatikregeln, die man für die Prüfung braucht.
Anton wäscht das rote Auto, das er gestern gekauft hat
Wann benutzt man welcher, welche, welches als Relativpronomen?
Besonders in der Literatur findet man auch oft die Formen welcher, welche, welches. Sie werden heutzutage und in der gesprochenen Sprache etwas weniger häufig verwendet.
Zum Beispiel:
Dies ist Anton, welcher viel lernen muss.
Die Lehrerin erklärt die Grammatikregeln, welche man für die Prüfung braucht.
Anton wäscht das rote Auto, welches er gestern gekauft hat

Die etwas selteneren Formen wer, was
Eine weitere Variante sind die Formen wer (für Personen) und was (für Dinge oder abstrakte Begriffe).
Es ist Teil der deutschen Sprache, aber ich würde davon abraten es selbst zu verwenden, wenn man eine Prüfung für Deutsch als Fremdsprache ablegen muss. Man findet es etwas häufiger in manchen Dialekten als in der hochdeutschen Schriftsprache.
Hier einige Beispiele für diesen Gebrauch, die man auch in gedruckten Texten findet, aber wie gesagt, ich würde davon abraten sie selbst bei Sprachprüfungen zu verwenden:
Aber wer bekommt schon genau das Leben, was er sich wünscht?
Es war das einzige Kleid, was noch da im Schrank stand.
Mit dem Geld, was Sie gewonnen haben, können Sie schon zufrieden sein.
Das Geld, was wir mit der Musik „verdient“ haben, haben wir gleich wieder ausgegeben.
… das Umfeld, was er braucht
Das hängt nun davon ab, was Sie als deutsch definieren. Das Bild, was sich uns bietet, ist doch sehr diffus.
„Wir bekommen das Gas, was wir bestellt haben“, betonte der Sprecher des Unternehmens.
Das Chaos, was sich jetzt abzeichnet
Von dem Geld was ich versoffen hab, hätt ich mir ein Benz holen können.
Ein Studium was in sechs Semestern durchzogen werden muss hat enge Zeitpläne und lässt oft nicht zu, Wissen nicht nur aufzusaugen, sondern auch kritisch zu hinterfragen.
Bei all den hier genannten Beispielen kann das hier verwendete Relativpronomen „was“ durch das ansonsten gebräuchliche und richtige Relativpronomen „das“ ersetzt werden.
Wie man das Relativpronomen „das“ von der Konjunktion „dass“ unterscheidet, erklärt der Artikel Das, dass oder daß?
Häufige Fragen zu welcher und was als Relativpronomen
Ist „welcher“ als Relativpronomen richtig?
Ja, welcher, welche, welches sind korrekte Relativpronomen, klingen heute aber etwas veraltet und kommen vor allem in der Literatur vor. In der gesprochenen Sprache sagt man der, die, das: „Die Regeln, die man für die Prüfung braucht.“
Kann man „was“ statt „das“ als Relativpronomen verwenden?
Nach einem Nomen wie „das Kleid“ oder „das Geld“ ist das Standard-Relativpronomen das; „was“ hört man in Dialekten und liest es in manchen Texten. In einer Prüfung für Deutsch als Fremdsprache sollte man es vermeiden: „das Geld, das wir verdient haben“.
Was ist ein Relativsatz?
Ein Nebensatz, der mit einem Relativpronomen beginnt und ein Nomen im Hauptsatz näher beschreibt: „Die Lehrerin erklärt die Grammatikregeln, die man für die Prüfung braucht.“ Das konjugierte Verb steht am Ende des Relativsatzes.
Lies auch: Wortstellung im Nebensatz · „das“ und „dass“